Casanovas Suche nach dem Glück voll Lust und Leid

Casanova Casanova 1725-1756 Präsentation I
Vom schwierigen Kind zum mutigen Gefangenen im Dogenpalast

Casanova 1756-1765 Präsentation II
Ein Privatleben zu Zeiten des Siebenjährigen Kriegs

Casanova 1765-1771 Präsentation III
Ruhelos zwischen Warschau und Rom

Casanova 1771-1798 Präsentation IV
Resignation und Rettung

Jede Präsentation ist als Einzelvortrag verständlich.

 


Casanova ... mehr als ein Frauenflüsterer


Casanova (1725-1789), jener recht berühmte Venezianer, führte ein Leben, bestimmt von Zufall und Planung, von Unsinn und Vernunft, von Wagemut und Verhaltenheit. Oft besiegte ihn die Spielleidenschaft mit Karten und Frauen. Sein Narzissmus wird allenthalben deutlich. Perfekt täuschte er als Meister des Okkultismus, jener Lehre von der Existenz übersinnlicher Geschehnisse.
Die Persönlichkeit Casanovas muss verstanden werden in ihrer Abhängigkeit von Politik und Gesellschaft mit ihren Kriegen und Verlogenheiten. Er lebt in der Zeit des von Monarchie und Adel geprägten Absolutismus, dem sich klösterliche Welten einbetten. Die Lebensart der Reichen in der kulturhistorischen Epoche des Rokoko mit graziösen Gewändern, üppigen Festen und erotischen Galanterien faszinieren Casanova. In den aristokratischen Kreisen seines Jahrhunderts ist das sexuelle Liebestreiben realistisch als eine Art Konsumartikel einzustufen, der in den Darstellungen von Literatur und Bildender Kunst idealisierend präsentiert wird.
Ca. 40 Jahre reist Casanova kreuz und quer durch Europa. Deutlich mehr al 100 amouröse Affären soll er gehabt haben. Nur eine kleine Auswahl ist in den hier angebotenen Präsentationen kennenzulernen.
Casanova hatte Kontakte zum französischen König Ludwig XV, zur österreichischen Kaiserin Maria Theresia, zu Friedrich II von Preußen und zu Katherina II von Russland. Mit den Päpsten (Benedikt XIV und Clemens XIII) sprach er, begegnete der intellektuellen Elite seiner Zeit wie François-Marie Voltaire und Johann Joachim Winckelmann, lernte renommierte Maler, François Boucher und Anton Raphael Mengs, kennen. Kurzum, in Casanovas Vita widerspiegelt sich das 18. Jahrhundert.